Kurz: Sagen Sie uns worüber wir berichten sollen ! Aber der Reihe nach: grundsätzlich bedeutet Format Radio, dass ein Sender je nach Zielgruppe folgende Fragen festlegt: Welche Musik wird gespielt ? Über welche Themen wird berichtet ? Wie hoch ist der Wort-Anteil – also wie lang sind die Beiträge ? In der Sendung gibt es geladene Gäste, aber keine vorproduzierten Beiträge – oder umgekehrt, auch das Sprechtempo folgt dem Format, etc.etc..
Format finde ich gut. Wie sonst soll ich meinen Heimatsender finden ? Den, der mir hilft morgens wach zu werden und in den Tag zu starten ? Knopfdruck und ich höre sofort “meine” Musik, und die für mein ! Leben wichtigen Informationen. Und zwar von einem Moderator der irgendwie so zu sein scheint wie ich selber auch bin. Aber als Journalist möchte man das Format manchmal in die Wüste schicken:
1. Wenn ein berichtenswertes Thema kein Format findet. Wir Journalisten bieten eine Geschichte an, aber es gibt keine Sendung wo sie “reinpasst” – das Format ist halt anders. Oder eine Geschichte braucht vier Minuten Sendezeit um verständlich abgebildet zu werden. Das Format lässt aber nur 2 Minuten zu. Alles in allem nagt das am journalistischen Verständnis, und offen gestanden auch an der journalistischen Eitelkeit.
2. Wer legt fest was berichtenswert ist ? Das sind die Redakteure und natürlich auch die Einschaltquoten. Es gibt ja natürlich Themen die auf der Hand liegen. Sie müssen abgebildet und zugänglich gemacht werden. Die restlichen Sendeplätze werden mit dem gefüllt, von dem wir Journalisten glauben was hörens- und sehenswert ist. In den letzten Jahren wird die Kritik am bestehenden Programm immer lauter. Formatbruch bietet deshalb ein neues Format:
Sie bestimmen worüber Journalisten berichten und wen sie in diesem Zusammenhang hören bzw. sehen wollen. Wie das geht ? Hier klicken.