Formatbruch

Journalismus 2.0 – Sagen Sie Journalisten worüber sie berichten sollen !

Qualitätsjournalismus – ein ideologischer Tarnbegriff

Ein Kommentar

Qualitätsjournalismus – seit ich im Internet unterwegs bin begegnet mir dieser Begriff jeden Tag. Je häufiger ich diesen Begriff las, in verschiedensten Zusammenhängen, desto mehr fragte ich mich: worum geht’s eigentlich ? Ohne allerdings in Frage zu stellen selbst eine Qualitätsjournalistin zu sein :-) . Mit einem der mit diesem Begriff per definitionem am meisten anfangen kann wie ich dachte, habe ich gesprochen. Volker Lilienthal – Professor für die Praxis des Qualitätsjournalismus. Stellvertretend habe ich ihm die Fragen meiner twitter follower gestellt.

Volker Lilienthal Professor für die Praxis des Qualitätsjournalismus
Volker Lilienthal Professor für die Praxis des Qualitätsjournalismus

Volker Lilienthal hat im Juli 2009 die Stiftungsprofessur der Rudolf Augstein Stiftung für “Praxis des Qualitätsjournalimus” an der Universität Hamburg übernommen. Bekannt wurde der 49 jährige durch die Aufdeckung des Schleichwerbungs-Skandals in der ARD. 20 Jahre arbeitete Lilienthal als Journalist beim evangelischen Pressedienst, von 2005 bis 2009 als verantwortlicher Redakteur.

Twitterer fragen Volker Lilienthal antwortet 9 min 45

Kriterien des Qualitätsjournalismus 3 min 15

Verfasst von Birgit Reichardt

01. Januar 2010 um 09:14

Was ist Formatbruch ? Neu, experimentell und offen für Journalisten !

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Kurz: Sagen Sie uns worüber wir berichten sollen !

Aber der Reihe nach: grundsätzlich bedeutet Format Radio, dass ein Sender je nach Zielgruppe folgende Fragen festlegt: welche Musik wird gespielt ?  Über welche Themen wird berichtet ? Wie hoch ist der Wort-Anteil – also wie lang sind die Beiträge ? In der Sendung gibt es geladene Gäste, aber keine vorproduzierten Beiträge – oder umgekehrt. Auch das Sprechtempo folgt dem Format, etc.etc..

Format finde ich gut. Wie sonst soll ich meinen Heimatsender finden ? Den, der mir hilft morgens wach zu werden und in den Tag zu starten ? Knopfdruck und ich höre sofort “meine” Musik, und die für mein ! Leben wichtigen Informationen. Und zwar von einem Moderator der anscheinend so ähnlich denkt und fühlt wie ich. Aber als Journalist möchte man das Format manchmal in die Wüste schicken:
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Verfasst von Birgit Reichardt

09. September 2009 um 12:38

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Was lange währt…

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führt dann doch in einen blog. Lang hat’s gedauert bis ”formatbruch” online gehen konnte. Als konservativ Medienschaffende wirkte alles fast alles was mit “new media” zu tun hat verstörend auf mein altmediales Journalistenhirn. Konfrontiert mit Begriffen wie web 2.0, CMS, Drupal, plugin, pingback o.ä. feuerte mein limbisches System (Gefühlshirn):  Flucht – und zwar schnell. Die Enter Taste nutzte ich nur, wenn ich beim texten meiner Moderationen und Hörfunkbeiträge einen Absatz benötigte. “Escape” wie gesagt, das lag mir mehr. Tja, jetzt bin ich doch hier. Warum ?

Weil ich Journalismus 2.0 leben will, so wie ich ihn verstehe.
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Verfasst von Birgit Reichardt

09. September 2009 um 12:35

eingestellt in Allgemein